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2004-03: Die DB AG zwischen geplanter Stagnation und Boersenschwindel Drucken E-Mail
Die Unzulänglichkeiten und die Fahrgastfeindlichkeit der DB sind Folgen der Anwendung von planwirtschaftsartigen Dogmen. Im Namen von abstrusen Fortschrittsfiktionen werden die Kunden dauernd knapp gehalten und dirigiert, um Mittel für Renommierbauten und Börsen-Eroberungspläne abschöpfen zu können. Dadurch wird das Gesamtunternehmen aber nur ruiniert und keiner will es kaufen. Übrig bleibt eine zerstörte Infrastruktur.    

Die DB AG zwischen geplanter Stagnation und Börsenschwindel

Die Unzulänglichkeiten und die Fahrgastfeindlichkeit der DB sind Folgen der Anwendung von planwirtschaftsartigen Dogmen. Im Namen von abstrusen Fortschrittsfiktionen werden die Kunden dauernd knapp gehalten und dirigiert, um Mittel für Renommierbauten und Börsen-Eroberungspläne abschöpfen zu können. Dadurch wird das Gesamtunternehmen aber nur ruiniert und keiner will es kaufen. Übrig bleibt eine zerstörte Infrastruktur.

Reinhard Linde legt in seiner systematischen Analyse erstmals frei, dass die Angebotsdefizite und Streckenengpässe im DB-Netz, der Serviceabbau, der Einbruch im Güterverkehr, die beträchtliche Desorganisation und die betriebliche Ineffizienz der DB die teils erwünschte, teils hingenommene Folge der Anwendung von unausgesprochenen Dogmen darstellt. Um die DB samt Trassen börsentauglich zu machen und zugunsten der Staatskasse stückweise zu verkaufen, soll mit Hilfe von Repräsentationsbauten und Bilanzmanipulationen der Anschein erzeugt werden, sie sei ein florierendes Unternehmen.

Die DB-Führung strukturierte das Unternehmen zu einer nicht weiterführend operierenden Planwirtschaft um, in der Kundenignoranz, Unbeweglichkeit, Verfall, sachabträgliche Starrheit, Zuständigkeitschaos und Planlosigkeit charakteristischerweise mit Korruption, Subventionsabhängigkeit, utopistischen Kriterien und allmachtsgierigem Monopolismus verbunden sind.

Es resultiert eine Demontage des nationalen Eisenbahnwesens. Die Gründung einer neuen, demokratisch geleiteten nationalen Eisenbahngesellschaft und einer ebensolchen Trassengesellschaft sieht der Autor als Grundlage einer möglichen Restrukturierung des Bahnwesens. Die Einführung eines neuen Systems deutlich gesenkter Fahrpreise, die Verlagerung des Fahrscheinverkaufs in die Züge, die Wiederherstellung eines umfassenden Service und die flächendeckende Streckenbedienung im 60-Minuten-Takt durch die verschiedenen Zugarten sind weitere Lösungsvorschläge bei der Wiederbelebung der Bahn.

Reinhard Linde: Städtezerbindungen - Die DB zwischen geplanter Stagnation und Börsenschwindel, Verkehr Kompakt Nr. 11, 28 Seiten für 2,- Euro plus Versandkosten, erhältlich bei: UMKEHR e.V., Exerzierstraße 20, 13357 Berlin, Tel. 030/492-7473, Fax -7972, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , www.umkehr.de

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