Querungshilfen für Fußgänger - Broschüre Quer-Buch
Im Gegensatz zum fahrenden Verkehr steht für den Fußverkehr in unseren Städten kein geschlossenes Wegenetz zur Verfügung. Gehwege gibt es in der Regel nur um den Häuserblock herum oder als Grünverbindungen. Deshalb müssen Fußgänger auf ihren Stadtwegen ständig die Fahrbahnen queren. Dabei geschehen die meisten Verkehrsunfälle mit Fußgängern als Opfer. Um die Sicherheit zu erhöhen und für Fußgänger halbwegs komfortable Fahrbahnquerungen zu ermöglichen, wurden und werden sogenannte Querungshilfen eingerichtet (z.B. Mittelinseln, Zebrastreifen, Ampeln). Damit die Fußgänger aber den Autoverkehrsfluss nicht zu stark bremsen, wurden die Querungshilfen in den letzten Jahrzehnten reduziert (z.B. die Zebrastreifen) oder die Ampelanlagen wurden auf "grüne Welle" für den Autoverkehr und auf "lange Wartezeiten" für die Fußgänger geschaltet. Zudem haben Kreuzungsbereiche vielfach selbst in kleineren Städten autobahnartige Größenordnungen angenommen. Die Fußwege wurden damit immer länger und unangenehmer.
In den letzten Jahren wurden in den technischen Regelwerken zur Straßengestaltung in den Städten die Fußgänger zumindest als gleichberechtigt mit den anderen Verkehrsteilnehmern verankert. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. möchte in einer kleinen Broschüre mit dem Titel "Quer-Buch" alle möglichen Querungshilfen vorstellen und damit Laien in die Lage versetzen, sich vor Ort für die in der jeweiligen Verkehrssituation günstigsten Form einzusetzen. Ob es sich um eine Kreuzung in einer belebten Einkaufsstraße handelt oder um Planungen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit; die teuerste Querungshilfe (Ampel) ist nicht grundsätzlich immer die erfolgversprechendste Maßnahme.
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